Kreuzbein


Das Kreuzbein (Os sacrum) setzt die Wirbelsäule im unteren Bereich im Anschluss an die Lendenwirbel fort. Das Kreuzbein beim ausgewachsenen Menschen ist, wie auf dem Foto sichtbar wird, keilförmig. Es entwickelt sich mit der Zeit durch die Syntose (Verschmelzung) der ursprünglich einzelnen, zusammengewachsenen Wirbeln, die als Kreuzwirbel bezeichnet werden. Beim Kind findet diese Verschmelzung bis zum Ende der Wachstumsphase statt. Der hintere Abschnitt des Wirbelkanals wird vom Kreuzbein umschlossen und bildet zusammen mit dem Hüftbein eine Einheit, die Beckengürtel genannt wird.

Wirbelzahl

Der oberste ursprüngliche Kreuzwirbel ist bei den wenigsten Menschen wie üblich mit den anderen Wirbeln des Kreuzbeins verwachsen. Diese Menschen scheinen also sechs, anstatt fünf Wirbel zu haben. Das kann dann wiederum bedeuten, dass die Wirbelsäule eine höhere Beweglichkeit, damit aber auch eine geringere Belastbarkeit vorweist. In der Regel führt dies aber zu keinerlei Beschwerden. Bei den Menschen schließt sich das Steißbein nach unten an.

Nerven

Aus dem Kreuzbein treten sogenannte Spinalnerven hervor, die zusammen mit den Anteilen an Nerven aus den unteren Lendenwirbeln ein Geflecht bilden. Dieses Geflecht wird als Plexus lumboscralis bezeichnet. Hieraus bilden sich Nerven, die die Beine und das Becken versorgen.

Anatomie

Trotz der Verschmelzung besitzt das Kreuzbein alle Grundcharakteristika der Wirbel. Je eine Gelenkfläche zum letzten Lendenwirbel liegt nach oben auf einem winzigen Fortsatz, der als Processus articularis cranialis bezeichnet wird. Bei Menschen bilden die übrigen Gelenkfortsätze eine leistenartige Erhöhung, was als Crista sacralis intermedia bezeichnet wird. Die Querfortsätze bilden eine breite Platte. Der vordere Teil dieser Platte ist etwas vergrößert. Beidseitig befindet sich eine ohrförmige Gelenkfläche, die zusammen mit der Gelenkfläche des Darmbeins das jeweilige Kreuz-Darmbein-Gelenk bildet. Hiermit wird das Becken am Rumpf befestigt. Die Seitenkante wird als Crista sacralis lateralis bezeichnet. Diese teilt die Öffnungen für die Rückenmarksnerven.

Das Kreuzbein sorgt dafür, dass der Oberkörper des Menschen ein festes Fundament hat und nicht haltlos in sich zusammensinkt. Zwischen dem Steißbein und den Lendenwirbeln gelegen, sind die Kreuzbeinwirbel sowohl mit dem Becken und untereinander verwachsen, sodass der Rumpf die notwendige Stabilität erhält.

Von der Anatomie her handelt es sich um den unteren Wirbelsäule Bereich also dem Abschnitt Lendenwirbelsäule kann aber auch schmerzen im Bein die Ursachen sein.Die Beschwerden fangen meist zuerst im Rücken an ohne eine Erkenntliche Ursache dabei ist schnelle Hilfe wichtig.